Wider die Natur? Homosexualität und Evolution

Vortrag von Prof. Dr. Volker Sommer

(15.05.2017)

Gleichgeschlechtliches Sexualverhalten wird noch immer gerne verdammt - oft mit dem Argument, es sei "gegen die Natur". Die biologischen Prozesse der Auslese favorisieren in der Tat jene Organismen, die die meisten Nachkommen hinterlassen. Gleichwohl ist homosexuelles Verhalten weit verbreitet – unter Menschen genauso wie unter anderen Tieren.

Ist das nicht ein Paradoxon für die Evolutionstheorie? Und soll das, was in der Natur vorkommt, unsere ethischen Maßstäbe beeinflussen? Der Vortrag thematisiert diese Kontroversen.

Foto: Evelin Frerk, who-is-hu.de

Prof. Dr. Volker Sommer ist Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London. In Asien und Afrika erforscht er Ökologie und Verhalten von Affen und Menschenaffen. Einer breiteren Öffentlichkeit ist der engagierte Naturschützer durch Funk und Fernsehen sowie seine Thesen und Bücher zu evolutionsbiologischen Themen bekannt, etwa "Lob der Lüge" oder "Menschenaffen wie wir".

Zeit: Montag, 15. Mai 2017, 19:00 Uhr

Ort: Audimax im Gebäude der Alten Mensa am Campus der Universität Mainz, Johann-Joachim-Becher-Weg 5, 55128 Mainz (Lageplan)

Eintritt: 5 Euro, für Studierende frei

Veranstalter: Die Hochschulgruppe der GBS Mainz in Kooperation mit der GBS Mainz/Rheinhessen e.V. und dem HVD Rheinland-Pfalz e.V.

Die Veranstaltung versteht sich als Beitrag zum internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT). An diesem Tag wird weltweit an den 17. Mai 1990 erinnert, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von ihrer Liste der Krankheiten strich.

 

Flyer:

 

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